Schwierigkeit: IV
Absicherung: Normalhaken
Ausrüstung: NAA
Wandhöhe: 500m
Seillängen (SL): 16
Zeit: 3-4h
Felsqualität: ausgezeichnet
Zugang: Nach der Schlernbodenhütte rechts abbiegen und dem Gamssteig für ca. 100m folgen. Danach führt der Steig flach nach rechts weg. Man folgt diesem Steig für ca. 20min. Eine gelbe Schrift und ein Eisenring markieren den Einstieg.
Beschreibung:
1. SL: Vom Einstieg im leichten Gelände ca. 30m senkrecht hoch steigen bis zum Standring.
2. SL: Für 15m leicht rechts aufsteigen und dann rechts hinter die Kante klettern und nach weiteren 10m erricht man den Standring.
3. SL: In dieser Seillänge kann das Seil aufgeschlossen werden, da es über Schutt und Geröllgelände in einer leichter Rechtskurve zum Grat zwischen Santner und großem Kopf geht. Ca. 50m und Stand am Ringhaken.
4. SL: Für ca. 20m rechts hoch klettern bis zum Ringhaken.
5. SL: Die Seillänge wird in gleicher Richtung vorgesetzt. Man gelangt zu einem, meist mit Schnee gefülltem Graben, an dessem oberen Ende das Gedenkkreuz an Pepi Schmuck hängt. Der Graben wird überquert und an der anderen Seite findet man einen Bohrhaken bzw. 5m weiter einen Ringkahen.
6. SL: In dieser Seillänge wird die Wand nahezu waagerecht für ca. 50m gequert. Für den Stand findet man einen Normalhaken.
7. SL: Nun folgt die Route der Rinne, in der zunächst einige Klemmblöcke überwunden werden müssen und die nachher vor allem durch Schutt gekennzeichnet ist. Ein 60m Seil wird meistens ausgegangen, um am oberen Ende der Rinnen bei den Mayr-Köpfen Stand zu machen.
8. SL: In senkrechter Kletterei mit einem kurzen, schwierigeren Zug gelangt man zu einer Nische im gelben Fels mit zwei Normalhaken - ca. 25m.
9. SL: Zunächst dem Riss und dann einer Rinne rechts nach oben für ca. 50m folgen. Stand bei einem Normalhaken.
10. SL: In logischer Linie weiter rechts nach oben folgen und nach ca. 70m Stand bei einer Latsche machen, ober einen Zwischenstand bei Köpfeln einrichten. Hier gibt es auch die Möglichkeit für ein Biwack.
11. SL: Auf dem Latschenfeld, der "Schoase", wird die Richtung geändert und man folgt nun dem Grat. Immer in Gratnähe steigt man für 50m hoch bis man auf einer Rampe eine Sanduhr findet für den Stand.
12. SL: In ähnlicher Weise werden weitere 50m überwunden. Stand findet man auf einer Rampe an einem Ringhaken.
13. SL: Zunächst der Rinne schräg nach links bis zum Grat folgen und dann wieder nach rechts zu Stand bei Sanduhr - ca. 50m.
14. SL: Die Seillänge startet mit einem 8m Quergang nach links und dann der Kante entlang nach oben. Nach ingesamt 15m kann bereits ein Zwischenstand direkt unter der Schlüsselstelle eingerichtet werden. Die Schlüsselstelle, "das Blattl", besteht aus einem kurzen Aufschwung mit kleinen Leisten bzw. Reibungskletterei. 4m links der Schlüsselstelle hängt ein altes Telefon. Wird kein Zwischenstand gemacht, so findet man nach weiteren 20m einen Ringhaken als Standmöglichkeit.
15. SL: Dem Grat folgend über einem Aufschwung nach 60m zu einem Stand an einer Sanduhr.
16. SL: Weiterhin dem Grat folgend erreicht man nach 50m den Gipfel. Stand kann am alten Standfuss des Gipfelkreuzes gemacht werden.
Abstieg: Der Abstieg von der Santnerspitze kann für unversierte Bergsteiger gleich lang dauern wie der Aufstieg. Die Richtungsangaben beziehen sich auf die Sicht von oben nach unten.
1. AS: Vom Gipfel 3m nach hinten in Richtung Burgstallwand und dann nach links in Richtung Schlernboden, 3m abkletten zu einem Ringhaken. 30m Richtung Euringer abseilen.
2. AS: Dem Steig 5m folgend in Richtung Euringer zum 2. Abseilring absteigen. 15m nach links in die Rinne in Richtung Compatsch abseilen. Diese Richtung bei den folgenden fünf Abseilern beibehalten.
3. AS: Über eine Wand 25m abseilen.
4. AS: 20m in eine Rinne abseilen.
5. AS: 25m der Rinne folgend abseilen.
6. AS: 25m der Rinne folgend abseilen.
7. AS: 30m in eine zum Euringer führende Rinne abseilen oder abklettern.
8. AS: Der Abseilhaken befindet sich links hinter der Kante des Turmes. Nun wird in Richtung Euringer 25m abgeseilt. Man bleibt dabei 4m links der Rinne.
9. AS: Weitere 30m in gleicher Richtung abseilen und dann abklettern, ober ein weiteres Mal abseilen. Man folgt dann den Steigspuren in Richtung Schernboden bzw. linke untere Kante vom Euringer.
10. AS: Kurzer Abseiler in die Schlucht zwischen Euringer und Santner. Nach dem Absteigen von weiteren 50m hin zum unterem Ende der Schlucht findet man an der rechten Wand den nächsten Abseilring.
11. AS: Es folgt der wohl spektakulärste Abseiler des Abstiegs über das Löwenmaul. Man steigt nach 8m nach rechts in eine Rinne ab, die sich nach unten öffnet. Bei der ersten Latsche wird rechts in die Rinne 8m abgeklettert.
Neuer Abseiler: An der tiefsten Stelle trifft man auf eine neue Abseilkette. Nach dreimaligem Abseilen (30m) in Richtung Compatsch erriecht man hier den Wandfuß. Diese Variante ist für Zweierseilschaften zu empfehlen, da die Standplätze kaum Platz zum Gehen bieten.
Alte Abseiler: An der tiefsten Stelle trifft man auf eine neue Abseilkette. Vorbei an dieser steigt nach auf der anderen Seite wieder hoch und findet an einer Latsche einen Abseilring. Nach dem ersten Abseilen trifft man nach kurzen Absteigen in der Rinne auf einen alten Abseilhaken. Von diesem gelangt man durch zweimaliges 30m Abseilen an jeweils neuen Ringen zum letzten Abseiler. Auf der rechten Seite der Wand befinden sich Schlingen, die an etwas älteren Normalhaken eingeknüpft sind. Geht man jedoch etwas nach hinten (Richtung Euringer) trifft man auf einen Klebehaken, der ein sicheres Abseilen erlaubt.
Man steigt die Rinnen ab bis man wieder auf den Zustiegsweg gelangt. Diesem folgend erreicht man in Kürze wieder die Schlernbodenhütte.
Quelle:
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