Bergbahnen – Kindersicherung
Die Seiser Alm legt großen Wert auf
sicheren Kindertransport. Die Liftanlagen sind mit Kindersicherungen ausgestattet, einige sogar mit
vollautomatischer Personensicherung. Wie auf dem Foto sichtbar, ist diese Technik sehr komplex: Schließen und Öffnen der Sicherung und der Wetterschutzhaube erfolgen durch zwei verschiedene Kabelzüge, die durch Schienen im Stationsbereich angesteuert werden.
Bergbahnen – Antriebstechnik
Im Jahre 1997 wird der letzte Dieselantrieb der Anlagen eingestellt. Seither werden alle Anlagen der Seiser Alm elektrisch betrieben. Mit einer Ausnahme sind alle Anlagen mit einem
Gleichstromantrieb versehen.
Bild 1 zeigt den Antrieb einer 6er Sesselbahn. Die im Jahr 2010 errichtete Anlage Telemix ist hingegen mit einem
Wechselstromantrieb versehen und wird von einem Frequenz-Umrichter angesteuert (Bild 2).
Bergbahnen – Instandhaltung
Die Anlagen bedürfen einer ständigen
Wartung nach genauen Zeitintervallen. Bild 1 zeigt wie eine Rollen-Batterie zur Abmontage vorbereitet wird, während auf Bild 2 der Zusammenbau nach erfolgter Revision erkennbar ist. Bild 3 porträtiert die Stations-Mannschaft und einen jungen Fan bei der Revision.
Bergbahnen – Montage
Die Montage einer Bergbahn verlangt
geologische Fachkenntnisse, ingenieurstechnische Präzision, dynamische Koordination und exaktes Timing. Die Aufnahmen zeigen verschiedene Montagearbeiten: die Linienmontage mit Hubschrauber bei der Anlage Floralpina im Jahre 2004, die Seilmontage bei der Anlage Paradiso im Jahre 2006 und eine Stationsmontage in den Jahren 2006 und 2009.
Technische Daten zum Förderseil Paradiso:
Hersteller : Redaelli/Brescia, Seillänge : 2650 m
Durchmesser : 44 mm, Anzahl der Drähte : 216
Seiltyp : Warrington/Seale, Gewicht : 18.850 kg
Bergbahnen – Naturgerechte Bauweise
Um den Eingriff in die Natur und vor allem in die Pflanzenwelt so gering wie möglich zu halten, werden vor Beginn der Erdbewegungen teilweise gesamte Rasenziegel entnommen, welche nach Abschluss der Arbeiten fachgerecht wiedereingepflanzt werden. Zudem wurde beim Bau des Telemix Puflatsch die gesamte
Bergstation unterirdisch errichtet.
Beschneiung
Die Pisten der Seiser Alm werden alle
technisch beschneit. Das Wasser für die Anlagen wird zum Großteil in künstlich angelegten
Weihern gestaut. Bild 1 zeigt den Speicher am Puflatsch, Bild 2 den Speicher am Goldknopf Der durch die offene Speicherung im Freien erreichte Kühlungseffekt bewirkt, dass das Wasser sofort kalt ist, wodurch die Errichtung von Kühltürmen überflüssig wird.
Das Wasser wird durch sieben
Pumpstationen mit elektrisch angetriebenen Pumpen zu den Schneekanonen geführt. Bild 3 zeigt die Pumpstation Puflatsch.
Um die 70 Scheekanonen verrichten auf der Seiser Alm ihren Dienst. Es sind großteils
Propellerkanonen, vereinzelt kommen auch
Schneilanzen zum Einsatz.
Kunstschnee besteht ausschließlich aus Wasser und Luft. Eine effiziente Beschneiung schützt die Rasendecke, und es werden etwaige Beeinträchtigungen durch Skikanten und Schneeraupen vermieden.
Pistenpräparierung
Große Aufmerksamkeit kommt der Pistenpräparierung zu. Um die zwölf
Pistenraupen pflegen täglich, in der Regel zwischen 17h und 24h, die Pisten. Die Maschinen haben im Schnitt um die 400 PS. Durch das Frontschild werden mögliche Unebenheiten ausgeglichen, während die Heckfräse das Pistenbild verfeinert.
Sind auf der Seiser Alm auch
Seilwindmaschinen im Einsatz? Auf der Puflatschpiste (eine der zwei Pisten der Kategorie Schwarz der Seiser Alm) wird ein solches Gerät verwendet. Indem sich die Pistenraupe durch die eigene Seilwinde die Piste hochzieht, vermeidet sie ein mögliches Durchschleifen der Raupen und sichert eine effektive Pistenpräparierung auch bei steil ansteigenden Hängen.
Zur Verbesserung der Pistenverbindungen wurden in den letzten Jahren bei einigen Straßen-Pistenkreuzungen
Über- und Unterführungen errichtet.