Für eine bewusste Gestaltung unseres Lebensraums
Das Netzwerk alma
Von unseren Höfen. Für unsere Teller.
Wie Landwirt:innen und Gastronom:innen Entscheidungen aufeinander abstimmen
Was in der Dolomitenregion Seiser Alm auf den Teller kommt, entsteht nicht zufällig. Am Frühstückstisch wird Brot „von do“ aus Tiers aufgeschnitten, dazu Käse aus Seis oder Honig von der Seiser Alm. Ins Müsli kommen getrocknete Apfelstücke aus Völs und frisches Obst aus Kastelruth. Hinter diesen Produkten steht eine enge Abstimmung zwischen Landwirt:innen und Gastronom:innen. Sie entscheiden gemeinsam, was wachsen kann, was gebraucht wird und wie beides zusammenfindet. Herkunft ist kein Zusatz, sondern eine bewusste Entscheidung – verbunden mit dem Wissen um den Ort und die Menschen dahinter.
Das Netzwerk alma
Für eine bewusste Gestaltung unseres Lebensraums
- Was alma bedeutet
- Vision & Gemeinschaft
- Zukunft gestalten
- Liste der Produzent:innen
- Infos für Mitglieder
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Ein Name, der verbindetDer Name „alma“ stammt aus dem Lateinischen und bedeutet unter anderem „nährend“ oder „fruchtbar“. Beides passt gut zu der Idee hinter dem Netzwerk: Menschen aus Landwirtschaft und Gastronomie arbeiten zusammen, um die Region bewusst zu gestalten und ihre Ressourcen verantwortungsvoll zu nutzen. alma steht für eine Form des Wirtschaftens, die auf Beziehungen baut – zwischen Produzent:innen, Gastronom:innen und der Landschaft, in der ihre Lebensmittel entstehen. Im Mittelpunkt steht dabei Wertschätzung: für die Arbeit der Menschen, für die Herkunft der Produkte und für das Wissen, das in der Region gewachsen ist. -
Zusammenarbeit, die trägtalma macht sichtbar, was oft im Hintergrund geschieht: eine Zusammenarbeit zwischen Landwirtschaft und Gastronomie, die auf Verlässlichkeit baut und über einzelne Lieferungen hinausreicht. Bäuer:innen und Gastronom:innen stimmen sich ab, planen gemeinsam und entwickeln ihre Zusammenarbeit Schritt für Schritt weiter. So entsteht ein lokaler Wirtschaftskreislauf, in dem Angebot und Nachfrage zusammenfinden. Die Betriebe können sich aufeinander verlassen und gestalten gemeinsam eine Form des Wirtschaftens, die in der Region verwurzelt ist -
Verantwortung für morgenalma steht für eine Form des Wirtschaftens, die auch an morgen denkt. Landwirtschaft und Gastronomie gehen sorgsam mit den natürlichen Ressourcen der Region um und übernehmen gemeinsam Verantwortung – ökologisch, sozial und wirtschaftlich. Gleichzeitig leben lokale Kreisläufe von neuen Ideen. Deshalb teilen die Beteiligten ihr Wissen, sprechen offen miteinander und entwickeln gemeinsam Wege, die Region nachhaltig zu stärken. -
Gemeinsam arbeiten, Wege entwickelnalma stärkt die Verbindung zwischen Landwirtschaft und Gastronomie in der Dolomitenregion Seiser Alm. Betriebe stimmen sich ab, planen voraus und entwickeln ihre Zusammenarbeit Schritt für Schritt weiter. Die Vielfalt der beteiligten Produzent:innen und ihrer Produkte zeigt, wie breit das Netzwerk aufgestellt ist – und was alles in der Region entsteht. -
alma sichtbar machenDamit alma als Netzwerk erkennbar bleibt, stehen allen Mitgliedern gemeinsame Grundlagen für die Kommunikation zur Verfügung. Das Brand Manual beschreibt den visuellen und sprachlichen Auftritt – von Bildwelt und Sprache bis zur Verwendung des Logos. Hingegen die Textbausteine aus der Toolbox helfen dabei, alma auf Websites, in Menüs oder Informationsmaterialien verständlich und einheitlich zu erklären.
Geschichten aus dem Netzwerk
Menschen hinter alma
Was braucht es, damit lokale Lebensmittel ihren Weg vom Hof auf den Teller finden? Die Antworten darauf sind so unterschiedlich wie die Menschen, die daran mitwirken. In diesen Interviews erzählen Landwirt:innen und Gastronom:innen von Entscheidungen, Herausforderungen und Kooperationen, die ihren Arbeitsalltag prägen. Jede Geschichte zeigt einen anderen Blick auf alma – gemeinsam machen sie das Netzwerk lebendig.
- Bäckerei Oberprantacher
- Bergler Acker
- Edel-Ansitz Zimmerlehen
- Hotel Paradies
- Metzgerei Stefan
- Obermalid
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Brot begleitet viele Mahlzeiten meist unauffällig. In der Bäckerei Oberprantacher in Seis rückt es wieder in den Mittelpunkt. Klaus Oberprantacher arbeitet mit Getreide aus Kastelruth, mahlt es selbst und verarbeitet es zu Vollkornbrot mit Charakter. Das „Hoamatleabele“ steht für diesen Ansatz: lokal gedacht, handwerklich gemacht und mit einem kräftigen, ursprünglichen Geschmack. Warum hinter einem solchen Brot mehr steckt als Mehl, Wasser und Zeit und warum es im Verkauf oft mehr Erklärung verlangt, erfährst du hier. -
Hinter dem Stall des Messnerhofs in Tiers wächst Gemüse für Hotels, Gastbetriebe und eine Almhütte. Der Bergler Acker entstand aus einem konkreten Bedarf heraus: Es gab vor Ort keine Produzent:innen, die größere Mengen Gemüse anbauen konnten. Also beschlossen mehrere Betriebe, selbst aktiv zu werden. Heute entstehen dort nicht nur Kohl, Kartoffeln oder Mangold, sondern auch Austausch, Vertrauen und neue Formen der Zusammenarbeit. Warum dieses Gemeinschaftsprojekt nur funktioniert, weil alle Verantwortung mittragen, liest du hier. -
Am Edel-Ansitz Zimmerlehen in Völs zieht Simon Kompatscher Ochsen auf – langsam, mit viel Bewegung und nach klaren Überzeugungen. Die Zusammenarbeit mit einem regionalen Metzger gibt Planungssicherheit, die Vermarktung bleibt nachvollziehbar und die Wege kurz. Gleichzeitig zeigt das Beispiel, welches Potenzial in lokalem Fleisch steckt: nicht nur bei den begehrten Edelteilen, sondern beim Tier als Ganzem. Warum die Gastronomie dabei eine wichtige Rolle spielt und wie mehr Wertschätzung für lokale Fleischproduktion entstehen kann, liest du hier. -
Im Hotel Paradies in Tiers am Rosengarten gibt nicht die Einkaufsliste den Ton an, sondern die Natur vor der Haustür. Katharina Pircher und Alex Andreis setzen auf das, was gerade wächst: aus dem eigenen Netzwerk, vom Bergler Acker und aus der Umgebung.
Diese Arbeitsweise bringt frischen Schwung in die Küche: saisonal denken, flexibel reagieren, kreativ arbeiten. Gleichzeitig entsteht ein bewussterer Umgang mit Gästen, Preisen und Portionsgrößen. Warum dieser Ansatz nur Schritt für Schritt funktioniert und was es dafür braucht, liest du hier. -
In der Metzgerei Stefan in Seis stammen Rind- und Kalbfleisch fast ausschließlich von Höfen aus der Umgebung. Gemeinsam mit den Viehhalter:innen setzt Max Rabensteiner auf kurze Wege, faire Preise und langfristige Zusammenarbeit. Seit 2024 betreibt die Familie zudem das Bezirksschlachthaus in Kastelruth und stärkt damit die lokale Verarbeitung vor Ort.
Das Beispiel zeigt, wie viel Potenzial in lokalem Fleisch steckt und welche Rolle Gastronomie, Metzgereien und Produzent:innen dabei gemeinsam spielen. Warum Wertschöpfung und Wertschätzung untrennbar zusammengehören, wird in diesem Interview deutlich. -
Am Obermalid in St. Oswald wächst Getreide, das direkt am Hof zu Pasta verarbeitet wird. Max, Brigitte und Philipp Malfertheiner haben den Anbau zurückgebracht und mit viel Tüftelei eine kleine Nudelproduktion aufgebaut. Vom Dreschen über das Mahlen bis zur fertigen Pasta passiert fast alles vor Ort – mit Dinkel und Buchweizen aus eigenem Anbau und Eiern vom Hof. Warum Familie Malfertheiner auf Getreide setzt, wie sie zum Pastamachen gekommen ist und wodurch ihre Nudeln ihren charakteristischen Geschmack bekommen, erfährst du hier!
- Tschötsch Alm
- Vigilerhof
- Völser Winzer
- Zum Turm
- Getreide aus Tiers – weiterverarbeitet in der Region
- Zu Gast bei Pionieren
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Auf der Tschötsch Alm auf der Seiser Alm richtet sich die Küche nach dem, was gerade vorhanden ist – nicht umgekehrt. Georg Jaider bezieht viele Produkte vom Hof seines Bruders, von Produzent entlang der Strecke zur Hütte und aus dem eigenen Kräutergarten. Gemeinsam mit seinem Küchenteam entwickelt er daraus Gerichte, die eng mit der Region und der Jahreszeit verbunden sind. Dabei zeigt sich: Lokale Produkte sind oft verfügbar – die eigentliche Herausforderung liegt darin, sie zur richtigen Zeit an den richtigen Ort zu bringen. Warum Zusammenarbeit und gute Organisation dabei entscheidend sind, liest du hier. -
Im Hotel Vigilerhof in Seis gehören lokale Partnerschaften zum Alltag. Familie Marmsoler arbeitet mit Höfen aus der Umgebung zusammen, reagiert flexibel auf saisonale Produkte und setzt in der Küche auf kreative Verarbeitung statt auf starre Einkaufslisten. Eine besondere Rolle spielt dabei Chefkoch Thomas: Als Bauer und Koch zugleich kennt er die Landwirtschaft ebenso gut wie die Arbeit am Herd. Genau dieses Verständnis prägt den Umgang mit Lebensmitteln im gesamten Betrieb. Warum lokale Kreisläufe nur mit Vertrauen, Austausch und gegenseitigem Verständnis funktionieren, liest du hier. -
In Völs am Schlern haben sich sechs Weingüter zusammengeschlossen, um ihrer Region mehr Sichtbarkeit zu geben. Jeder Betrieb arbeitet eigenständig und doch ziehen sie gemeinsam an einem Strang. Mit Veranstaltungen, Begegnungen und persönlichem Austausch machen sie ihren Wein erlebbar. Was dieses Netzwerk zusammenhält, hat weniger mit Strategie zu tun als mit Vertrauen, Kontinuität und der Bereitschaft, gemeinsam aufzutreten. Wie aus sechs Perspektiven eine gemeinsame Botschaft wird, liest du hier. -
Im Restaurant Zum Turm in Kastelruth verarbeitet Familie Sader Fleisch aus der Umgebung mit großer Sorgfalt – vom selbst ausgewählten Tier bis zum letzten Stück. Gleichzeitig zeigt der Küchenalltag, wie viel Abstimmung und Organisation hinter funktionierenden lokalen Kreisläufen stecken. Gerade bei Gemüse braucht es verlässliche Mengen, passende Lieferwege und Strukturen, die Produzent:innen und Gastronomie miteinander verbinden. Günther Sader erzählt, warum ehrliche Herkunft für ihn wichtiger ist als schöne Versprechen auf der Speisekarte – und weshalb lokale Zusammenarbeit nur funktioniert, wenn auch die Strukturen dahinter mitwachsen. -
Klemens VillgrattnerAm Rosenwirtshof baut Klemens Villgrattner verschiedene Getreidesorten an – darunter Weizen, Dinkel, Roggen und Buchweizen. Einen Teil des Getreides verarbeitet Johannes Tratter in der Bäckerei Tratter zu Brot „von do“, ein weiterer wird in der Küche von Monika Damian im Hotel Cyprianerhof verwendet. Man kennt einander, spricht sich ab, denkt voraus. So wird das Getreide Teil eines gemeinsamen Vorhabens – vom Feld über die Backstube bis auf den Teller. -
Lokale Kreisläufe, die verbindenDie Veranstaltung „Zu Gast bei Pionieren“, organisiert von IDM Südtirol und der Dolomitenregion Seiser Alm, zeigte, wie aus Zusammenarbeit regionale Wertschöpfung entstehen kann. Im Mittelpunkt standen Betriebe, die neue Wege gehen und dabei eng mit Partnern aus Landwirtschaft und Gastronomie zusammenarbeiten. So beliefert Landwirt Klemens Villgrattner die Bäckerei Tratter mit seinem Getreide – daraus entsteht Brot, das unter anderem im Hotel Cyprianerhof auf den Tisch kommt. Am Stampferhof gab Veronika Stampfer Einblick in ihre Arbeit und zeigte, wie artgerechte Tierhaltung und sorgfältige Fleischverarbeitung zusammenfinden.
Lokale Kreisläufe vor Ort erleben
Veranstaltungen
Bauernmärkte, Hofführungen und kulinarische Abende geben Einblicke in das alma-Netzwerk. Beim Schlerngenuss Dolomites etwa kochen teilnehmende Gastbetriebe ausschließlich mit Zutaten aus der Region – ein Abend, an dem sichtbar wird, wie eng Produzent:innen und Gastronom:innen zusammenarbeiten.
Event-Highlights im Überblick
- Schlerngenuss Dolomites | Juni 2027
- Die Völser Dorfkuchl | Juni 2027
- Die Berglertafel | Juli 2027
- Das Völser Kuchlkastl | Oktober 2027
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Kulinarische Highlights aus regionalen ProduktenWer die regionale Küche mag, wird diese Spezialitätenwochen lieben. In den teilnehmenden Gastbetrieben findest du im Juni viele kulinarische Spezialitäten, die zu 100 % aus regionalen Produkten zubereitet werden. Nachhaltigkeit und die enge Zusammenarbeit zwischen den Produzent:innen und den Gastwirt:innen der Region stehen dabei im Mittelpunkt – und natürlich der Genuss. -
Genussveranstaltung in Völs am SchlernIm Juni wird der Dorfplatz von Völs am Schlern zum Treffpunkt für Genussmenschen aus nah und fern. Die Völser Gastwirt:innen, Bäuerinnen und Bauern kredenzen den Besucher:innen verschiedenste Köstlichkeiten, die sie vor deren Augen in den Schauküchen und an den Genussständen frisch zubereiten. Ein Sommerabend der kulinarischen Extraklasse erwartet dich! -
Hochklassiges Menü vor traumhafter BergkulisseVor der einmaligen Dolomitenkulisse erwartet dich im Juli auf der Almwiese Proa in Tiers am Rosengarten eine 100 m lange Tafel, die 170 Feinschmeckern Platz bietet. Serviert wird dir ein exklusives 5-Gänge-Menü mit typischen Tierser Spezialitäten. Wie genau du an die Tickets kommst, erfährst du, indem du auf den Button unten klickst. -
Kulinarisches Herbst-Highlight in Völs am SchlernBodenständige Köstlichkeiten, zubereitet von den Völser Gastwirt:innen, sind die Hauptdarsteller dieser herbstlichen Genusswochen in Völs am Schlern. Alte Rezepte werden neu interpretiert, verfeinert und kreativ in Szene gesetzt. Außerdem kommen vorwiegend regionale und saisonale Produkte zum Einsatz. Sei doch auch mit dabei bei diesem Oktober-Highlight für Feinschmecker:innen, das bis weit über die Landesgrenzen hinaus beliebt ist!
Wöchentliche Genussmeile von Juni bis Oktober
Die Bauernmärkte
Von Juni bis Oktober finden in den Dörfern der Dolomitenregion Seiser Alm die traditionellen Bauernmärkte statt. Einheimische Bäuerinnen und Bauern bringen dorthin, was auf ihren Höfen wächst und hergestellt wird: frisches Gemüse, Käse, Brot, Kräuter und weitere regionale Spezialitäten. Die Märkte sind Treffpunkte im Dorf und geben Einblick in die Vielfalt der landwirtschaftlichen Produkte der Region.