Wandern mit der ganzen Familie
Die Dolomitenregion Seiser Alm im Sommer erkunden
Die Aufstiegsanlagen transportieren übrigens euren Kinderwagen ganz problemlos; damit liegt auch Eltern von Babys die gesamte Seiser Alm zu Füßen. An den zahlreichen Abenteuerspielplätzen entlang der Wanderwege rund um die Ferienorte könnt ihr zwischendurch eine Pause einlegen und euch austoben. Ihr seht: Die Dolomitenregion Seiser Alm ist einfach der perfekte Urlaubsort für Familien, die die Natur lieben.
Ganz besondere Erlebnisse und Veranstaltungen erwarten euch im Rahmen von „Seiser Alm Familiensommer“. Hier findest du das gesamte Familienprogramm.
- Hexe Nix stellt sich vor
- Das Wanderbüchlein
- Die Überraschung
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Du willst wissen, wer ich bin?Hallo, ich bin Hexe Nix und ich lebe in der Dolomitenregion Seiser Alm. Am liebsten wandere ich oben auf der Seiser Alm und in den Dörfern unterhalb von Schlern und Rosengarten. Die spannendsten Wanderungen habe ich alle schon für euch getestet und in meinem Wanderheft gesammelt. Und damit euch beim Wandern nicht langweilig wird, kriegt ihr Insidertipps, Geschichten, Legenden und Rätsel von mir. Also packt das Wanderbüchlein in den Rucksack, schlüpft in eure Wanderschuhe und wandert los! -
Wo du das Büchlein von Hexe Nix bekommstDas Wanderbüchlein von Hexe Nix ist in den Tourismusvereinen der Dolomitenregion Seiser Alm und bei Südtirol Products an der Talstation der Seiser Alm Bahn erhältlich und kostet 3,00 € pro Büchlein. Alles Geld, das wir mit dem Verkauf dieses Büchleins einnehmen, spenden wir an gemeinnützige Organisationen, die sich um Südtiroler Kinder und ihr Wohl kümmern, darunter das Südtiroler Kinderdorf, MOMO – Förderverein Kinder-Palliativ in Südtirol und einige mehr. -
Wo du deine Belohnung bekommstWenn du dein Wanderarmband in einem der Tourismusvereine abgibst, erhältst du je nach Anzahl der ausgestanzten Symbole eine tolle Überraschung und ein Wanderdiplom.
- 3 ausgestanzte Symbole: bronzenes Wanderdiplom
- 5 ausgestanzte Symbole: silbernes Wanderdiplom
- 10 ausgestanzte Symbole: goldenes Wanderdiplom
- 20 ausgestanzte Symbole: diamantenes Wanderdiplom
Wenn du dieses Jahr nicht alle Symbole ausstanzen konntest, kannst du deine Mission gern nächstes Jahr fortsetzen! Abgeben kannst du das Armband jedoch nur einmal.
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Der Sage nach ist der langgezogene Rücken des Schlerns ein sehr beliebter Treffpunkt von Hexen, die auf ihren Besen aus allen Richtungen angeritten kommen und dort schlimme Unwetter zusammenbrauen. Die alten Leute erinnern sich noch gut an die schlimme Geschichte vom Hansel und dem Gewitter. Der Hansel lebte in einer Hütte am Fuße des Schlerns. Eines Tages, als seine Frau gerade einen Kübel Wasser vom Brunnen holte, hörte sie ein eigenartiges Zischen. Das war komisch, denn es wehte kein Lüftchen – und trotzdem zog sich mit diesem Zischen ein gewaltiges Unwetter zusammen. Die Bäuerin schaute zum Himmel und bemerkte zwischen den schwarzen Gewitterwolken einen Schatten. „Hansel, Haaansel!“, rief die Frau. „Komm schnell und schau dort hinauf!“ Der Hansel eilte sofort zum Fenster und schaute zu den Wolken: „Um Gottes willen, das ist ja die Schlernhexe! Warte nur ab, der werde ich schon helfen!“ Augenblicklich ergriff er sein Gewehr, besprengte die Kugeln mit Weihwasser, sprang zur Tür hinaus, zielte genau und … bumm, bumm. Da ertönte ein schreckliches Gekreische: Er hatte die Hexe getroffen und mit einem dumpfen „plumps“ fiel sie genau vor seine Füße. Mein Gott, wie war sie hässlich! Der Anblick der Hexe war so grauenvoll, dass dem Bauern die Haare zu Berge standen und er gleich darauf leichenblass zu Boden fiel. Viele Jahre vergingen, bis sich der Bauer wieder ganz von seinem Schrecken erholt hatte, vergessen jedoch konnte er die Geschehnisse jener Nacht sein ganzes Leben lang nicht mehr. Bei jedem noch so kleinen Unwetter verriegelte er seither alle Fenster und Türen und wartete zähneklappernd, bis das Gewitter wieder abgezogen war.

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An einem herrlichen Sommertag verließ ein finster aussehender Knecht ein Bauernhaus in St. Valentin bei Kastelruth und ging eilig seiner Wege. Alle, die ihm begegneten, wichen seinem Blick ängstlich aus. Nur diejenigen, die ihn schon von Weitem kommen sahen, hatten den Mut, einander zuzuraunen: „Schau nur, dort drüben ist der Kachler-Hans! Ich wette alle meine zwanzig Ochsen, dass er auf den Schlern geht, um mit den Hexen zu tanzen – wenn nicht gar mit dem Teufel selbst.“ Der Kachler-Hans sah zwar aus wie ein einfacher Bauernknecht, war aber in Wirklichkeit ein mächtiger Hexenmeister, der die unglaublichsten Zauberstücke beherrschte und stark war wie ein Bär. Stellt euch nur vor, dass der Hans, wenn er sich gerade auf dem Schlern befand, imstande war, mit einem Satz vom Schlerngipfel bis auf den Balkon des Bauernhauses zu springen, nur um rechtzeitig zum Mittagessen zu Hause zu sein. Eines Tages geschah es, dass Hans vor lauter Wut einen tonnenschweren Felsbrocken, den „Tschonstoan“, ganz einfach aufhob und von der Schlernspitze bis hinunter auf die Seiser Alm schleuderte. Dort könnt ihr diesen haushohen Felsen, auf dem eine wunderschöne Lärche wächst, noch heute bestaunen.

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Im Gebiet rund um den Rosengarten herrschte einst der Zwergenkönig Laurin. Sein ganzer Stolz war sein Garten, in dem prachtvolle Rosen blühten. Eines Tages verliebte sich Laurin in die schöne Königstochter Simhild und entführte sie unter Einsatz seiner Zauberkräfte in sein Reich. Simhilds Bruder rief den Gotenkönig Dietrich zu Hilfe, um sie zu befreien. Der kam mit seinen Kämpfern ins Gebirge geritten, forderte Laurin zum Kampf heraus und besiegte ihn.
König Laurin wurde gefangengenommen, konnte aber schließlich fliehen und kehrte in seinen Rosengarten zurück. Als er die blühenden Rosen sah, packte ihn der Zorn, denn das leuchtende Rot der Rosen hatte Dietrich den Weg in sein Reich gewiesen.
Also verfluchte Laurin die Rosen: „Weder der helle Tag noch die finstere Nacht sollen die Rosenpracht je wiedersehen!“ Da die Zeit zwischen Tag und Nacht – die Dämmerung – unerwähnt blieb, glühen die Dolomiten noch heute rosenrot, wenn die Sonne hinter den Gipfeln versinkt.
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Hexe Martha liebt Kinder und die Natur. Sie kann zaubern, verwandelt sich in ein Eichhörnchen und mag Harry Potter. Von Herzen gern ist sie eine gute Hexe. Weil sie aber eine Hexe ist, kommt es schon mal vor, dass sie ein wenig furchteinflößend aussieht. Lass dich davon aber nicht beirren! Tief drinnen wünscht sie allen nur das Beste. Daher brauchst du keine Angst vor ihr zu haben. Hexe Martha wohnt nicht direkt im Wald; trotzdem ist der Wald ihr Zuhause. In ihrer Freizeit streift sie dort umher, atmet die gute Luft und redet mit den Bäumen und den Tieren. Sie kennt die Schönheit der Natur und zeigt sie auch dir. Das ist eine ihrer magischen Fähigkeiten. Im Sommer führt dich Hexe Martha außerdem durch Schloss Prösels und reist mit dir in längst vergangene Zeiten.