Wandern auf der Seiser Alm & in den Dörfern
Beim Wandern in Südtirol die Dolomiten erkunden
Auch ambitionierte Wanderfans kommen in der Dolomitenregion Seiser Alm auf ihre Kosten. Auf den mehrtägigen Touren können sie die Bergwelt bis in den hintersten Winkel erwandern und traumhafte Ausblicke genießen.
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Regen beeinträchtigt die Sicht. Warte am besten, bis der Regen nachlässt und orientiere dich an den Bodenmarkierungen.
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Bei Regen wird der Boden rutschig. Gehe vorsichtig, schau genau, wo du hintrittst und meide steile, gefährliche Pfade.
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Meide bei Blitzgefahr emporragende Dinge (Bäume, Felsbrocken etc.). Auf einem Klettersteig nimmst du den nächsten Ausstieg.
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Bei Regen schwellen Bäche an und entwickeln ein großes Gefahrenpotential. Überquere sie nur an den markierten Stellen!
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Bei starkem Regen kann es zu einem Felssturz kommen. Halte dich daher keinesfalls in der Nähe senkrechter Felswände auf!
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Bei Gewitter können Metallgegenstände zur Gefahr werden. Hast du etwas aus Metall am Körper, entferne es umgehend.
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Verlasse die Gefahrenzone so schnell wie möglich und suche Schutz in tieferen Lagen. Beachte auch die örtlichen Warnungen.
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Sieh zu, dass du im Notfall Hilfe holen kannst (z. B. via Handy) und informiere vor dem Start jemanden über deine Route.
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Weniger ist mehr – das gilt auch beim Packen deines Rucksacks. Pack daher nur das Nötigste ein, dafür aber richtig:
- Proviant aus regionalen und saisonalen Lebensmitteln
Sie sind nicht nur die besten Kraftspender für unterwegs, sondern fördern die lokalen Kreisläufe und schonen dank kurzer Transportwege die Umwelt. - Wiederverwendbare Wanderbox
Einerseits ist sie der Behälter für deinen Proviant, andererseits kannst du den anfallenden Müll darin wieder einpacken. Denn was ich in die Berge mitnehme, bringe ich wieder ins Tal und entsorge es dort fachgerecht. - Ausreichend Flüssigkeit in Mehrwegflaschen
Deine wiederauffüllbare Trinkflasche kannst du an den Trinkwasserbrunnen nachfüllen und vermeidest so unnötigen Müll. - Klopapier für die menschlichen Bedürfnisse
Toilettenpapier baut sich in 2 bis 4 Wochen in der Natur ab, während Papiertaschentücher 5 Jahre dafür brauchen. - Kein unnötiger Ballast
In den bewirtschafteten Hütten und Almen bekommst du alles an Verpflegung, was du brauchst.
Checkliste fürs Packen deines Rucksacks (Tagestour):
- Wanderkarte
- Müllsack oder Müllbox
- Kleine Jause
- Auffüllbare Trinkflasche
- Sonnen- bzw. Regenschutz
- Erste-Hilfe-Set
- Blasenpflaster
- Klopapier
- Handy mit vollem Akku und Ladegerät
- Taschenmesser
- Bargeld
- Wettergerechte Kleidung und festes Schuhwerk
- Proviant aus regionalen und saisonalen Lebensmitteln
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- Du lässt in der Natur grundsätzlich nichts liegen.
- In deinen Rucksack packst du nur das Nötigste.
- Was ich auf den Berg hinauftrage, nehme ich auch wieder mit ins Tal.
- Den entstandenen Müll trenne und entsorge ich fachgerecht, wenn ich wieder zu Hause bin.
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Durch Südtirols Leitungen fließt bestes Trinkwasser, wusstest du das? Hilf uns dabei, dem Plastikmüll von Einwegflaschen und Co. den Kampf anzusagen und nutze die vielen gekennzeichneten Trinkwasserbrunnen, um deine Mehrwegflasche wieder aufzufüllen.
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- Wenn es in der Nähe eine Toilette gibt, dann benutze sie auch.
- Verwende Klopapier statt Papiertaschentüchern – das wird deutlich schneller abgebaut.
- Noch besser: Du nimmst das benutzte Toilettenpapier in einem mitgebrachten Säckchen wieder mit und entsorgst es in der nächsten Mülltonne.
- Verrichte dein Geschäft weit abseits von Gewässern wie Bächen, Seen und Tümpeln.
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- Führe deinen Hund immer an der Leine.
- In der Dolomitenregion Seiser Alm gibt es zahlreiche Hundetoiletten, an denen du völlig kostenlos Plastiksäckchen entnehmen kannst, um den Kot deines Hundes einzusammeln. Als Hundebesitzer:in bist du in Italien dazu verpflichtet, solche Säckchen mitzuführen. Das Säckchen entsorgst du dann im eingebauten Mülleimer der Toilettenstation, keinesfalls in der Natur! Achtung: Im Mülleimer für den Hundekot darfst du keinen Restmüll entsorgen!
- Besonders auf den Wiesen darf kein Hundekot liegen bleiben, denn sie werden bewirtschaftet. Gelangt Hundekot ins Futter, können Kühe Fehlgeburten erleiden.
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In der Dolomitenregion Seiser Alm gibt es zahlreiche Wanderguides, die dich in die Bergwelt begleiten. Außerdem organisieren die Tourismusvereine und viele Unterkünfte mehrmals pro Woche geführte Wandertouren im Dolomiten UNESCO Welterbe. Du kannst dich gerne anschließen!
Zu den Wanderguides
Tourismusvereine
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Auch Fossilien zählen laut italienischer Gesetzgebung zu kulturellen Gütern, weshalb sie gesetzlich ebenso geschützt sind wie historische oder archäologische Funde. Für wissenschaftliche Untersuchungen und Entscheidungen darüber, wie mit diesen Fossilien umzugehen ist, sind in den meisten italienischen Regionen die dortigen Naturmuseen und ihre Paläontolog:innen zuständig.
Für die Autonome Provinz Bozen-Südtirol gilt:- Der Abbau von Fossilien ist im gesamten Gebiet verboten.
Sammler:innen sind dazu verpflichtet, sich vor Ort selbst über die Einhaltung der gesetzlichen Bestimmungen zu informieren. Für Übertretungen sieht das Gesetz empfindliche Strafen vor.
Sondergenehmigungen für das Sammeln von Mineralien in den Naturparks bzw. das Sammeln von Fossilien im gesamten Landesgebiet werden ausschließlich für wissenschaftliche Zwecke erteilt. - Kulturelle Artefakte sind Staatseigentum.
Kulturelle Artefakte (ital. beni archeologici/beni culturali) sind laut italienischem Gesetz Staatseigentum. Durch zufällige Funde werden Privatpersonen demnach nicht zu den rechtmäßigen Besitzer:innen. Macht jemand einen Fund von paläontologischem Interesse, so ist diese Person gesetzlich dazu verpflichtet, den Fund innerhalb von 48 Stunden bei den entsprechenden gesetzlichen Vertretern des Staates (Denkmalamt, Polizei, Forstamt, Carabinieri etc.) abzugeben. Wissenschaftliche Funde landen nach ihrer Prüfung im Museumsdepot, wo der Finder bzw. der Finderin sie jederzeit einsehen kann, sofern die Daten bei der Abgabe des Fundes aufgenommen wurden.
Solltest du also ein Fossil oder einen Stein finden und Zweifel haben, ob ein wissenschaftliches/paläontologisches Interesse daran besteht, so gehst du folgendermaßen vor:
- Du nimmst die Personalien des Finders bzw. der Finderin auf.
- Du behältst das Fundstück ein oder machst ein Foto davon (wichtig: Lege etwas daneben, damit die Größenverhältnisse klar erkennbar sind, z. B. eine Euro-Münze).
- Schicke das Foto an die für Paläontologie zuständige Person der Provinz Bozen.
- Ergibt die Prüfung, dass das Fundstück nicht von wissenschaftlichem Interesse ist, kann es der Finder bzw. die Finderin theoretisch behalten, wohl wissend, dass dessen Besitzer weiterhin der Staat bzw. die Autonome Provinz Bozen-Südtirol ist.
- Der Abbau von Fossilien ist im gesamten Gebiet verboten.